Mein Team

Die Arbeit in der Kammer ist alleine nicht zu schaffen. Als früherer Handballer bin ich Mannschaftsspieler und auch unsere Praxen funktionieren am besten im Team. Die Fraktion des Freien Verbandes hat mich aufgestellt, gewählt und  in den vielen Kammerversammlungen unterstützt.

Mir zur Seite im Vorstand standen in den vergangenen viereinhalb Jahren:

Dr. Karl−Heinz Düvelsdorf, Dr. Jürgen Reinstrom, Sabine Steding, Dr. Michael Sereny, Dr. Michael Ebeling, Dr.Julius Beischer, Jörg Röver (von links nach rechts)

 


Dr. Michael Ebeling (Vizepräsident)

Die Bezirksstelle Oldenburg aufzugeben, um das Amt des Vizepräsidenten der Kammer zu übernehmen, war für mich keine leichte Entscheidung. Zwar erfüllt Dr. Uwe Herz alle meine Kriterien, die man sich bei seinem Nachfolger wünscht, und das Ammerland bleibt weiterhin meine persönliche wie standespolitische Heimat, doch nicht nur die räumliche Entfernung, auch die Bedeutung dieser Aufgabe für die Kollegen­schaft sind doch eine ziemlich große Belastung. Andererseits hat sich im neuen Kammervorstand eine hervorragende Mischung unterschiedlicher Charaktere zusammen gefunden, so dass sich sehr schnell eine persönliche, menschliche Übereinstimmung einstellte. Neben der Vertretung des Präsidenten in allen Angelegenheiten war ich für folgende Bereiche zuständig:

Verwaltung und Organisation der ZKN
Völlig neu eine Aufgabe zu übernehmen bietet die Chance, unvoreingenommen die Ist-Situation zu be­trachten und zu analysieren, wie sie mit dem eigenen Stil und den eigenen Zielen in Übereinstimmung zu bringen ist. Vertrauensvolle und offene Teamarbeit ist für uns unabdingbar. Im Ergebnis zeigt sich, dass mit der gegenwärtigen Verwaltungsstruktur hervorragende Arbeit geleistet wird.

Personalangelegenheiten der ZKN
Ein im Vergleich zu anderen Körperschaften recht kleiner, aber hochmotivierter Mitarbeiterstamm steht der niedersächsischen Kollegenschaft in allen Fragen der zahnärztlichen Berufsausübung zur Verfügung. Service, nicht Verwaltung, steht hier im Vordergrund. Ein besonderer Dank geht hierbei auch an den Personalrat für das stets vertrauensvolle Miteinander.

Berufskundevorlesungen
Auch völlig neu war es für mich, Berufskundevorlesungen zu halten und dabei den angehenden Kolleginnen und Kollegen realistische Vorstellungen von den Strukturen zu vermitteln, die deren späteres Berufsleben bestimmen werden. Umgekehrt kam es natürlich auch zu einem Gedankenaustausch über die gegenwärtige Situation an der Hochschule.

Kontaktpflege mit Bezirksstellen
Die Bezirksstellen sind „unselbständige Untereinheiten“ der ZKN; aus eigener Erfahrung weiß ich aber, sie sind auch für einen Vorstand und die Meinungsbildung an der Basis unerlässlich. Die technische Anbindung an die Unterstützung aus Hannover ist optimiert worden.

Zahnärztliches Berufsgericht
Die Grenzen des Berufsrechts haben sich durch viele Urteile zur Liberalisierung der Werbung verschoben, sind aber keineswegs aufgehoben. Wir haben uns im Gegensatz zu den Vorjahren nicht gescheut, hier diejenigen, die den Konsens unserer selbst auferlegten Berufsordnung verlassen wollten, wieder „zurückzuholen“, vor allem aus dem Grund, die zu schützen, die sich kollegial verhalten. In den ZKN MITTEILUNGEN haben wir einige dieser Fälle, natürlich anonymisiert, veröffentlicht.

GOZ- und GOÄ-Fragen
Diese Aufgabe war die zeitlich weitaus umfangreichste, spiegelt sie doch auch die Situation wider, dass in der Regel fast die Hälfte der Einnahmen unserer Praxen außerhalb der GKV und damit der Kriterien „ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich, das Maß des Notwendigen nicht überschreitend“ erzielt wird. Nicht nur das Alltagsgeschäft mit täglich dutzenden von Anfragen, teils mit umfangreichem Aktenanhang, beschäftigt uns; zusätzlich war die Begleitung der HOZ auf Bundesebene und die Abwehr der GOZ 2009 von Ulla Schmidt zu leisten. Mit der Beihilfe fanden endlich nicht nur Gespräche überhaupt statt, sondern als Ergebnis auch das gemeinsame Merkblatt, das Ihnen in der Praxis hilft, Ihren beihilfeberechtigten Patienten die unterschiedlichen Rechtskreise aufzuzeigen. Auch unzulässigen Auskunftsbegehren von privaten (Zusatz-)Versicherungen gegenüber konnten wir mithilfe des niedersächsischen Datenschützers Grenzen aufzeigen.

AVW-Angelegenheiten
Dass unser Versorgungswerk vor unserem Amtsantritt in Schwierigkeiten war, ist nicht zu leugnen; auch Gerichte haben uns aufgegeben, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, damit es nie wieder zu solchen Kürzungen kommen muss, wie sie 2003/2004 stattgefunden haben. Heute können wir stolz sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dank intensiver Zusammenarbeit von Vorstand und Leitendem Ausschuss.

Alleine alle diese Aufgaben zu bewältigen ist unmöglich. Mein Dank gilt daher allen in Verwaltung, Kollegenschaft und Familie, die mir diese Aufgaben etwas erleichtert haben.


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Sabine Steding

Seit 2005 bin ich als erste Zahnärztin im Vorstand der niedersächsischen Zahnärztekammer tätig. Die verantwortungsvolle Aufgabe, mich in der Standespolitik zu engagieren, habe ich gerne auf mich genommen. Ich liebe meinen Beruf, möchte Mut machen, die Zukunft mit­gestalten und beweisen, dass sich Beruf und Familie miteinander vereinbaren lassen. Neben der allgemeinen Arbeit im Vorstand habe ich mich speziell um folgende Themen gekümmert:

Zahnärztinnen
Mit der Gründung eines Ausschusses für die Belange der Zahnärztinnen (2007) begann der Aufbau eines Netzwerkes für alle Zahnärztinnen in Niedersachsen und auf Bundesebene. Es war möglich, die Kolleginnen der Kammerversammlung über die „Gruppengrenzen“ hinweg an einem Tisch zu versammeln und - längst überfällig - dieses Thema in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Besonders wichtig sind mir die Hilfestellung bei Problemen im Notdienst, bei Verträgen untereinander, bei der Gestaltung von fairen Anstellungsverträgen und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir gründeten eine Anlaufstelle in der ZKN (Heidrun König 0511-83391 102), die für die Beratung der Kolleginnen auf das gesamte Know-how der ZKN zurückgreifen kann.
Eine Tätigkeit, die mir sehr am Herzen lag und liegt, ist die Organisation ders Zahn­ärztinnen­kongresse ! Hier ist es wunderbar zu sehen, wie Kolleginnen aus ganz Deutschland zusammen kommen, sich auf Anhieb verstehen und den Netzwerkgedanken leben.

Fachzahnarztangelegenheiten
Als Fachzahnärztin für Kieferorthopädie liegen mir natürlich die Fachzahnarzt­angelegen­heiten sehr nah! Der Fachzahnarzt als Gebietsbezeichnung hat sich bewährt. Er bietet für die Patienten durch die höchste fachliche Weiterbildung eine Gewähr für Kompetenz. Die Novellierung der Weiterbildungsordnung für Kieferorthopädie und Oralchirurgie im Konsens mit allen politischen Gruppen, den Berufsverbänden und den Hochschulen war mir ein Anliegen und konnte in den letzten Jahren umgesetzt werden!
Ich bin stolz, dass die niedersächsische Weiterbildungsordnung die Vorlage für die Musterweiterbildungsordnung der BZÄK geworden ist!

Kenntnisprüfungen ausländischer Zahnärzte
Natürlich werden, wie in den letzten Jahren auch, neue qualifizierte Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland in Niedersachsen integriert. Oberstes Ziel ist es auch hier, Qualität und Patientensicherheit zu gewährleisten. Es darf keine Benachteiligung von Absolventen deutscher Hochschulen geben. Die gerade erfolgte Anpassung der Kenntnisprüfung an die deutsche Approbation trägt zum Patientenschutz und zur Qualitätssicherung bei. Hilfreich war hierbei ein „guter Draht“ zum Sozialministerium und die Tatsache, dass die ZKN Länder­kompetenzen übertragen bekommen hat, die durch die Gründung von NiZzA in Kooperation mit der Ärzte- und Psychotherapeutenkammer als Nachfolge des Landes­prüfungsamtes zu einem Erfolgsmodell werden konnte.

Weitere Aufgaben
Der Aufbau und die Weiterführung der Kommunikation mit den beiden niedersächsischen Universitäten waren besonders wichtig, um die Weiterbildungsordnung und die Verfahrens­ordnung für die Kenntnisprüfungen auf den Weg zu bringen und umzusetzen.
Als Mitglied im Beirat Sozialmedizin konnte ich wichtige Kontakte knüpfen und die Zahnmedizin weiter in das Interessenfeld des Ministeriums, der Hochschulen, der Krankenkassen und Versicherungen rücken.
Natürlich liegen mir die Fachzahnarztangelegenheiten weiterhin sehr nah. Ich werde auch in Zukunft für den Erhalt der Fachzahnarztbezeichnung einstehen und mich massiv für die Oralchirurgen, Kieferorthopäden und Parodontologen einsetzen.
Wenn zwischen den beiden standespolitischen Gruppen ein Konsens gefunden werden konnte, war das eine schöne Erfahrung. Viele Dinge gehen wir als Frauen anders an, und dies konnte ich auch in der Arbeit auf Vorstandsebene umsetzen. Die Beteiligung der Frauen an berufspolitischen Aufgaben ent­spre­chend ihrer Zahl und Bedeutung innerhalb des Berufsstandes wird auch weiterhin ein wichtiges Ziel in meiner Vorstandsarbeit sein!

Sabine Steding, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie,  Mutter einer zu schnell heranwachsneden Tochter, glücklich verheiratet.


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Dr. Karl-Heinz Düvelsdorf

Dr. Karl-Heinz DüvelsdorfMit der Fortbildung und dem Zahnärztlichen Fachpersonal habe ich Bereiche verantwortlich geleitet, für die ich mich schon während meines gesamten Berufslebens intensiv einsetze.

Fortbildung – auf hohem Niveau, praxisnah und kostengünstig
Die Kammer ist für die Fortbildung ihrer Mitglieder verantwortlich. Die Zahnärztliche Akademie Niedersachsen (ZAN) in Hannover bietet daher das ganze Jahr über Fortbil­dungs­veranstaltungen an. Für die Auswahl sind der Vorstand und der Fortbildungsausschuss zu­ständig. Wir wollen unsere Fort­bildung auf hohem Niveau, praxisrelevant und  kostengünstig gestalten. Ein Blick in unser Fortbildungsheft oder ins Internet und Ihre positiven Rückmel­dungen bestätigen dies. Einen Vergleich mit anderen Kammern brauchen wir nicht zu scheuen. Wir haben die technische Ausrüstung auf modernstem Stand gehalten, so dass heute in unseren Räumen sämtliche zahnärzt­lichen Ein­griffe entsprechend den RKI-Richtlinien möglich sind und durchgeführt wer­den. Die hervor­ragende Ausstattung, die perfekte Organi­sa­­tion und die gute persönliche Betreuung vor Ort werden von allen Referenten immer wieder gelobt. Unsere Curricula (Implantologie: Leitung Prof. Schliephake, Parodontolo­gie: Leitung Prof. Sculean, Ästetische Zahnmedizin und Endodontologie: Leitung Prof. Linden) werden stets gut ange­nommen.

Dezentrale Fortbildung
Zusätzlich finden in den Bezirksstellen kostenfreie Veranstaltungen statt, die stets gut besucht werden. Pro Halbjahr sind dies ca. 3 Termine; insgesamt finden niedersachsenweit jährlich ca. 45 Veranstaltungen statt.

Braunlage
Die Winterfortbildung in Braunlage ist zu einer Institution in Niedersachsen geworden. Man fährt nicht nur wegen der stets hervorragenden Fortbildung in den Harz, sondern auch um befreundete Kolleginnen und Kollegen in netter, entspannter Umgebung zu treffen. Das zahnärztliche Programm wird seit vielen Jahren in beeindruckender Weise von Prof. Attin gestaltet.

Zahnärztetag Niedersachsen-Bremen
Als Ergänzung zur Winterfortbildung in Braunlage hat der Vorstand einen eintägigen Fort­bildungstag im Nord-Westen von Niedersachsen an wechselnden Standorten etabliert. Diese Veranstaltung wird abwechselnd in Bremen und Oldenburg bzw. Osnabrück durchgeführt. 2015 findet sie in  Bremen statt.

Tag der Akademie
Um unsere hervorragenden Räumlichkeiten in zwangloser Weise einem breiteren Publikum vorstellen zu können, veranstalten wir seit 2008 jeweils im Herbst den Tag der Akademie. Am  frühen Freitagnachmittag beginnen wir mit der Fortbildung. Es bleibt daneben aber auch genügend Zeit, um bei einem herzhaften Imbiss sich kollegial zu unterhalten und so das Private mit dem Beruflichen in angenehmer Atmosphäre zu verbinden. Dieser Tag wird sehr gut angenommen und hat unsere Zahnärztliche Akademie weiter bekannt gemacht

Zahnärztliches Fachpersonal  - ein wichtiges Kapital in unseren Praxen
Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten
Um die Ausbildungsbereitschaft zu erhöhen und die Kosten der Ausbildung auf alle zu ver­teilen, die als Arbeitgeber davon profitieren, werden für die Eintragung, die Zwischen- und die Abschlussprüfung der Auszubildenden keine Gebühren mehr erhoben. Somit werden die Ausbilder finanziell entlastet bei der nach wie vor anstrengenden Aufgabe der Ausbildung des Personals. Ein Personal, welches letztendlich der gesamten Kollegenschaft zugute kommt.
Zur Steigerung der Ausbildungszahlen ist die Kammer auf den diversen regionalen Veran­­­staltungen zu Beruf und Bildung vertreten, um junge Menschen für diesen Beruf zu interes­sieren. Außerdem haben Info-Veranstaltungen zur Vermittlung von Basiswissen in Sachen Auswahl und Einstellung von Auszubildenden für junge Kolleginnen und Kollegen stattge­funden.
Die vorgeschriebene Zwischenprüfung wird inzwischen in Zusammenarbeit mit der Zahn­ärzte­­kammer Westfalen-Lippe durchgeführt, was für beide Kammern kostengünstiger ist. Die Aufgaben für die schriftliche Abschlussprüfung werden zentral erstellt, so dass für alle Prüflinge die gleichen Bedingungen herrschen. Weitere Informationen, z.B. über Förder­pro­gramme, sind im Mitteilungsblatt, jederzeit über den Newsletter oder die Homepage der Kammer abrufbar; bei persönlichen Fragen hilft Ihnen unsere kompetente Verwaltung gerne weiter.
Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA)
Für unser Praxispersonal werden in den Räumen der ZAN ebenfalls Fortbildungen durch­geführt. Dies ist für eine erfolgreiche Arbeit im Team notwendig. Die guten Teilnehmer­zahlen zeigen, dass die Bedeutung der Fortbildung in den Praxen und bei den ZFA erkannt worden sind und wir sowohl das richtige Programm als auch eine verlässliche Qualität anbieten.
Zahnmedizinische Prophylaxe Assistentin (ZMP)
Seit Herbst 2007 findet die Weiterbildung zur  Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) statt.  Die bis dahin erfolgte Weiterbildung zur ZMF wurde eingestellt, da sie sich überlebt hatte. Insgesamt konnten in 25 Jahren 720 ZMF ausgebildet werden (pro Jahr ca. 29).
Vom Herbst 2007 bis Ende 2009 sind dagegen bereits 157 ZMP ausgebildet worden. Die Leitung der Kurse wurde den Kollegen Rainer Klerx und Cord Langhorst übertragen, die sich vorbildlich und sehr intensiv einsetzen.                                            Dental Hygienikerin (DH)                                                                                                                                                                                                                                          Seit 2013 haben wir auch diese Fortbildung in unser Angebot aufgenommen und sie wird nicht nur wegen ihrer Qualität, sondern auch der praktischen Ausrichtung sehr gut nachgefragt                                                                          Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV)                                                                                                             Neben den Qualifizierungen in der Prophlaxe rundet diese Angebot für die Verwaltung unser Programm für die Praxismmitarbeiterinnen ab

Braunlage und Zahnärztetag für das ganze Praxisteam
Auf dem Kongress in Braunlage und während des Zahnärztetages finden für unsere Mitar­beiterinnen hervorragende und auf das jeweilige Tagungsthema abgestimmte Veranstaltungen statt. Zunehmend werden diese Tage vom gesamten Praxisteam genutzt.


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Jörg Röver

Dr. Jörg RöverSich neben einer Einzelpraxis für die Belange der Kollegenschaft einzusetzen erfordert Idealismus, Zeitmanagement, Belastbarkeit und viel Verständnis seitens der Familie. Ich arbeite gerne im Vorstand mit,  und ich habe mich besonders um die Patientenberatung, die Schlich­tungsstellen, das private Gutachterwesen und vor allem um die Finanzen der Kammer gekümmert.

Kammerservice -Servicekammer
Die Ansprüche der Kollegenschaft und der Patienten an die Kammer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Sie konnten aber auch im gleichen Maße mehr als zu­friedenstellend erfüllt werden. Das soll an den folgenden Beispielen deutlich werden.

Patientenberatung – Dienst für Patienten und die Kollegenschaft
Die Patientenberatung erfolgt für die Fragesteller kostenlos und wird im Schnitt mehr als 500-mal im Jahr in Anspruch genommen. Diese Beratung wird mittwochnachmittags tele­fonisch und in der übrigen Zeit per Fax oder E-Mail durchgeführt. Patienten können hier zu allen zahnmedizinischen Themen Fragen stellen und erhalten die Antworten von erfahrenen zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Die Zufriedenheits­quote der Anrufer am Ende der Beratung liegt bei bemerkenswerten 95%. Die Kammer leistet diesen Dienst auch für die KZVN gleichermaßen mit.

Schlichtungen – außergerichtliche Einigung in der Hand der Zahnärzteschaft
Die meisten, aber nicht alle Behandlungen, enden zu aller Zufriedenheit. Wenn die Erwartung zu hoch, das Resultat als zu schlecht wahrgenommen oder der Preis als unangemessen empfunden wird, kann, wenn beide Parteien zustimmen, eine Schlichtung sinnvoll sein. Diese ist für den Patienten kostenlos und wird aus dem Kammeretat bezahlt. In über der Hälfte der verhandelten Fälle können so gerichtliche Auseinandersetzungen vermieden werden. Die Schlichtungsstellen sind neben der Patientenberatung eine der wichtigsten Einrichtungen für eine positive Außendarstellung des zahnärztlichen Berufsstandes, wie die hohe Inanspruchnahme zeigt.

Gutachterwesen – Stellung der Kammer als Ansprechpartner für Gerichte ausgebaut
Ein gebührender Dank gilt unseren Kammergutachtern; denn nur durch ihre Kompetenz, die hohe fachliche Qualität der Gutachten und ihre Unabhängigkeit ist es möglich, dass Patienten und Gerichte verlässliche Entscheidungsgrundlagen erhalten. Um eine möglichst einheitliche Begutachtung zu gewährleisten, finden regelmäßig Schulungen statt.

Kammerfinanzen – alles wird teurer, aber der Kammerbeitrag bleibt niedrig – einstimmiges Votum der Kammerversammlung
Ein sehr großes Ziel der letzten Jahre war für den Vorstand die Stabilität des Kammerbei­trages.
Auf Beschluss der Kammerversammlung vom 29.10.2004 wurde den Ausbildungspraxen der Ausbildungsbeitrag für die Zahnmedizinischen Fachangestellten erlassen; damit soll u.a. die Ausbildungsbereitschaft erhöht werden. Für den Kammerhaushalt bedeutet dies jedoch Mindereinnahmen von ca. 130.000 € pro Jahr. Weitere zusätzliche Belastungen waren u.a. die Mehrwertsteuererhöhung 2007, die tariflich bedingten Lohnsteigerungen für das Kammer-Personal, die Steigerung der Lohnnebenkosten und die erhöhten Zahlungen an die Bundeszahnärztekammer. Letztere sind seit der letzten Kammerwahl um ca. 113.000 € pro Jahr gestiegen. Wir konnten diese Mindereinnahmen und Mehrausgaben trotz zunehmender Aufgaben kompensieren. Dazu waren aber eine äußerste Haushaltsdisziplin und kompen­sa­torische Einsparungen ohne Minderung der Servicequalität erforderlich.
Dass der Nachtragshaushalt 2013 einstimmig und der Haushaltsansatz 2015  in der letzten Kammerversammlung  mit großer Mehrheit  beschlossen wurden, ist natürlich eine überaus erfreuliche Bestätigung  unserer erfolgreichen Arbeit.
Seit Juli 2009  ist die Kammer, nach Tilgung der letzten Rate für den Ausbau unserer Akademie, erstmals seit 1999 wieder schuldenfrei.


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Dr. Jürgen Reinstrom

Dr. Jürgen ReinstromIn den gegenwärtigen Vorstand konnte ich als „Senior“ meine Erfahrung aus dem Vorstand der KZVN auch in die Kammerarbeit einbringen und zeichne verantwortlich für die nachfolgenden Tätigkeitsbereiche:

Röntgen für Mitarbeiterinnen – Aktualisierung bundesweit einmalig
Die Zahnärztekammer bietet den zahnärztlichen Mitarbeiterinnen ein hervorragendes Skript zur Lernvorbereitug und eine komprimierte Präsenzveranstaltung mit Prüfung an.Bisher wurden die Kenntnisse von über 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter­n im Röntgen aufgefrischt.

Vollservice für Kolleginnen und Kollegen
Auch für die Zahnärzteschaft gilt seit 2004 ein fünfjähriger Rhythmus, ihre Fachkunde im Röntgen aufzufrischen. Vergessen geht nicht, wir erinnern Sie daran. 3.768 Teilnehmer konnten bis Ende Januar die erste Wiederholung abschließen. In Zusammenarbeit mit den Referenten haben wir ein neues Skript entwickelt (das vorherige, mit überwiegend technischen Ausfüh­run­gen, wurde auf die Homepage der ZKN gestellt). Mit dem Umweltministerium haben wir eine neue Vereinbarung über den Betrieb der Zahnärztlichen Stelle geschlossen; damit bleiben Verwaltung, Organisation und Durchführung der Zahnärztlichen Stelle in zahnärztlicher Hand.

Hygiene – Vereinbarung mit dem Ministerium, Service für die Praxen
Seit Ende 2007 werden vermehrt Praxisbegehungen von Gesundheits- und Gewerbeaufsichtsämtern durchgeführt. Zu Konflikten oder Panik wie in anderen Bundesländern kam es dank intensiver Arbeit der Kammer unter dem Beauf­tragten des Vorstandes, Privatdozent Dr. Kullmann, nicht. Wir führten zahllose Gespräche u.a. auch mit dem Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und vereinbarten ein Konsensusprotokoll, in dem die wichtigsten „Streitpunkte“ geklärt wurden.  Kollege Kullmann entwickelte das Konzept  der „Weiterbildung zur Hygienebeauftragten“. Es beinhaltet eine vier­stündige theoretische Vorbereitung nach Skripten, verschiedene Hausaufgaben und eine vierstündige Weiterbildung mit anschließender Online-Wissens­über­prüfung statt einer vorher geforderten 40-Stunden-Fortbildung. Bisher sind über 3100 Teilnehmer weitergebildet worden. Auf vielen regionalen Veranstaltungen informierte Herr Privatdozent Dr. Kullmann über anstehende Begehungen, nachdem zuvor Musterbegehungen mit der jeweiligen Aufsicht zusammen mit der ZKN durchgeführt worden waren. Der PraxisVisitor bietet den Praxen ein hervorragendes Tool, um sich auf Praxisbegehungen vorzubereiten.

Betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer Dienst (BuS-Dienst)
Jeder zahnärztliche Arbeitgeber mit auch nur einem Arbeitnehmer muss sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben betriebsärztlich und sicherheitstechnisch betreuen lassen. Die ZKN bietet den Zahnärzten zwei Modelle an: Zum einen das „Kleine Kammermodell“ zusammen mit der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, zum andern den Rahmenvertrag mit der Firma Streit. Mit letzterer wurden Gespräche geführt, um deren Verträge für die niedersächsischen Mitglieder zu aktualisieren und überschaubarer zu machen. Beim „Kleinen Kammermodell“ wurden neben Schulungen zum Sicherheitsver­an­twortlichen auch Mitarbeiter-Fortbildungskurse veranstaltet, um den Praxis­inhaber in seinen Aufgaben zu entlasten. Die Anzahl der Teilnehmer am „Kleinen Kammermodell“ konnte inzwischen verdreifacht werden.

Qualitätsmanagement Z-QMS – von Kollegen für Kollegen
Bis zum 31.12.2010 musste jede Praxis ein internes Qualitätsmanagement eingerichtet haben. Seit 2008 bietet die ZKN in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Zahnärztekammern ihren Mitgliedern ein preiswertes, umfassendes, EDV-basiertes Qualitätsmanagementsystem an. Z-QMS umfasst u.a. die Bereiche Hygiene, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement. Damit wird die Zahnarztpraxis gerichtsfester und fit gemacht für Begehungen. Bisher wurden über 1100 Teilnehmer für dieses Qualitätsmanagementsystem geschult. Der TÜV Rheinland bestätigt, dass Z-QMS Niedersachsen die grundlegenden Anforderungen gemäß der DIN EN ISO 9001-2008 vollständig erfüllt.

Fürsorgeausschuss – Konsens und Transparenz
Durch das Desaster des Altersversorgungswerkes 2004 gerieten viele Rentner oder Angehörige unverschuldet in Not. Der Fürsorgeausschuss hat über­partei­lich einvernehmlich Hilfen gewähren können und war dabei durch die vom Vorstand und dem Freien Verband initiierten Spenden mit zusätzlichen Mitteln jenseits der Kammerbeiträge versorgt worden. Auch Beitragsreduzierungen bei aktiven Mitgliedern aufgrund geringer Einkommen konnten einvernehmlich und transparent beschieden werden.

Ausblick/Ziele
Die Praxisführung darf nicht durch Richtlinien, Verordnungen und Gesetze fremdbestimmt werden. Hierzu bedarf es immer wieder Gespräche mit den Verantwortlichen der Politik. Nicht Bürokratie sollte die tägliche Praxis beherrschen, sondern die zahnärztliche Behandlung unserer Patienten.


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Dr. Julius Beischer

Als Vorstandsmitglied zeichner er verantwortlich für die Jugendzahnpflege und die Alterszahnmedizin

Jugendzahnpflege –enorme Erfolge, deshalb nicht nachlassen
Auf vielen Veranstaltungen wurden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen intensive und richtige Zahn- und Mundhygiene erläutert.  70 000 Exemplare des aktualisierten Kinderzahnpflegepasses der ZKN wurden bereits verteilt, und er musste jetzt wegen starker Nachfrage neu aufgelegt werden. Für Hebammen, die Referenten der Jugendzahnpflege und für die Jugendzahnärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes finden jährlich Informations- und Schu­lungs­nachmittage statt. Der gute Besuch dieser Veranstaltungen zeigt, dass sie interessant sind und die Auswahl der Referenten dem Informations­bedürfnis der Teilnehmer entspricht.

Alterszahnmedizin – die Aufgabe der Zukunft
Die Alterszahnheilkunde ist die Zahnheilkunde der Zukunft. Der Vorstand hat dies erkannt und mit Herrn Dr. Huber einen anerkannten Fachmann als Refe­ren­ten gewinnen können. Die ZKN unterstützt die Bezirks- und Kreis­stellen, die Alterszahnheilkunde – ähnlich strukturiert wie die Jugendzahnpflege – zu realisieren.