Sonntag, 22. Februar 2015

Aus Tiefschlaf erwacht?

Tagebuch zu schreiben ist sicher interessant, wenn andere wichtige Arbeiten anstehen, aber sekundär. Im Vorfeld der Kammerwahl (17.-27. April) bin ich aber auf den Blog von 2010 angesprochen worden und befriedige also gerne wieder Ihre Neugier ;-) .

Der Wahlkampf ist eröffnet, nicht als “Kampf” im martialischen Sinn, sondern als demokratischer Wettstreit. Nicht nur einige unerwartete, viel zu frühe Todesfälle in der aktiven Kollegenschaft haben uns gezeigt, dass es wichtigeres gibt, als unsere Kräfte und Ressourcen im Gegeneinander zu vergeuden. Die Last der Selbstverwaltung verteilt sich gefühlt auf immer weniger Schultern. Die politischen Entscheidungen fallen immer subtiler in Brüssel, Bonn oder in Hannover, selten offensichtlich in großen Gesetzen, oft still und heimlich im Windschatten anderer Entscheidungen. Das fordert höchste Aufmerksamkeit, intensivstes Aktenstudium, beste Vernetzung, neben der Führung einer erfolgreichen eigenen Praxis.

Es gibt keine Meinungsumfragen, es ist unklar, wie hoch die Wahlbeteiligung sein wird und auch wenn der Freie Verband 2010 eine überaus deutliche Mehrheit hatte und der Vorstand eine überzeugende Arbeit in den letzten fünf Jahren geleistet hat ist unklar, in welcher Zusammensetzung mit welchen Delegierten die Kammerversammlung am 27. Juni zusammentreten und einen Vorstand wählen wird.

Viele Gedanken sind schon in der Zeit nach der Wahl: Wie bekommt Selbstverwaltung die höchste Akzeptanz in der Kollegenschaft? Wie arbeitet man zusammen? Wie integriert man auch Minderheiten?

Es wird spannend – es geht um die Zukunft.