Mittwoch, 31. März 2010

GOZ

GOZ

Die kurze Woche scheint viele Praxen in den Urlaub gelockt zu haben. Uns nicht,  es kommen viele und auch neue Patienten mit Schmerzen. Der Zeitplan kommt immer wieder ein wenig durcheinander und auch der Feierabend. Zum Glück ist aber in der Kammer etwas weniger los. Am Nachmittag sprechen wir die GOZ Veranstaltungen der nächsten Wochen durch. Das ist sehr produktiv, aber im Endeffekt wieder mit viel Nach(t)arbeit verbunden. Die Zeit am Abend wird auch durch die Umstellung der Uhr nicht länger.

Dienstag, 30. März 2010

International

Ich bin mit dem Tagebuch im Rückstand. Zu viel Arbeit. In der Praxis, zu Hause, weniger in der Kammer. Überall schon Osterhasen – aber ich bleibe stark. Sie alle haben noch eine Frist bis Sonntag (für Ostereier, besonders mit Marzipan gilt das natürlich nicht). Glückwunsch an Cordula – das Geburtstagsessen war lecker und brachte meinen abgesunkenen Blutzuckerspiegel wieder nach oben.

Ich oute mich natürlich als Bayern-Fan und habe mich zusammen mit meinem Sohn über den Sieg gegen ManU gefreut. Van Gaal, Ribéry, Olic – das ist internationale Zusammenarbeit ;-)

Montag, 29. März 2010

Summertime

Es ist noch dunkel. Dank Wecker komme ich dennoch pünktlich aus dem Bett.

“Good news are no news”. Im Radio ständig irgendwelche Fachleute, die vor den Gesundheitsgefahren der Zeitumstellung warnen. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit – endlich ist das Amalgam kurzzeitig aus dem Focus. Leider wird nicht gemeldet, wieviele Tote die Zeitumstellung bereits gekostet hat?

Welche Uhr hat sich automatisch umgestellt, welche muss ich selbst (und vor allem wie) umstellen? Eigentlich ist doch alles Routine. Schade nur, dass man die Tage nicht auf 25 oder 26 Stunden umstellen kann – Arbeit sie zu füllen hätte ich genug.

Sonntag, 28. März 2010

Hero

Wenn heute die Nachbarn durch ein schallendes Gelächter aufgeschreckt sind, dann deswegen, weil mir ein Kollege einen Link gesendet hat, über den sich meine Frau und ich köstlich amüsiert haben.

Sehen und hören Sie selbst ;-)

I have something great to reveal


 

Freitag, 26. März 2010

Chuck Norris

Das spannendste am Tag ist die Datensicherung, morgen wird der Praxisserver ausgetauscht. Es wäre nicht gut, wenn dabei Daten verloren gingen. Nach 3 Monaten ist unser Sohn mal wieder vom Studium zurück. Gemeinsames Abendessen beim Italiener in Holtensen. Dabei kommt auch das Gespräch auf Chuck Norris Witze, die am 15.03. in der HAZ standen. Beispiel: „Chuck Norris hat in Hannover mal einen roten Faden verloren. Die Stadt traut sich nicht, ihn aufzuheben“, oder „Die Erderwärmung ist eine Idee von Chuck Norris. Chuck Norris liebt Hannover – und das Meer.“

Es gibt aber auch einige mit zahnärztlichem Bezug etwa:„Chuck Norris benutzt eine Munddusche. Es ist die große Fontäne der Herrenhäuser Gärten“, „ Chuck Norris hat den dritten Schornstein des Lindener Kraftwerks demontiert. Er hatte etwas zwischen seinen Zähnen“,  oder „Chuck Norris ist so stark, dass er die Zahnpasta wieder zurück in die Tube drücken kann.“

Da kann ich als Vater natürlich nicht mithalten.

Donnerstag, 25. März 2010

Stammtisch Hannover

Nach Büro, Kammer und Praxis bin ich direkt zum Stammtisch der Zahnärzte in Hannover gefahren. Gemessen an der Gesamtzahl der Zahnärzte ist es zwar nur ein kleiner Kreis der sich alle 14 Tage im Maritim gegenüber dem Rathaus trifft, aber bunt gemischt, vom Rentner bis zu jungen Aktiven. Neben dem kollegialen Austausch lernt man auch das Private kennen, die persönlichen Sorgen und Nöte. Dabei steht nicht kollektives Jammern im Vordergrund, sondern es wird auch offen ausgesprochen, dass es uns, Freude am Beruf und Gesundheit vorausgesetzt, durchaus gut geht. Vergleiche ziehen mit „Goldenen Zeiten“ wie vor 20 oder 30 Jahren darf man allerdings nicht.

Gestern stand natürlich der Wahlkampf im Vordergrund, eine kontroverse Diskussion konnte nicht entstehen, die Opposition war nicht anwesend, obwohl es sich keineswegs um eine geschlossene Gesellschaft handelt. Jeder der kommen möchte darf das gerne tun. Vielen Dank allen Anwesenden, auch für die vielen “kleinen” Gespräche am Rande. Das ist wichtige Basisarbeit.

Mittwoch, 24. März 2010

Frauenbild

Heute musste ich früh in die Praxis um meine Frau abzulösen, die einen Termin als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Hannover hatte. Mein standespolitisches Engagement hatte ihr einmal eine Anzeige wegen Rechtsbeugung eingebracht, die weiterhin damit begründet war, „mitarbeitende Ehefrauen“ wären doch bekanntermaßen nur „Budgetbeschafferinnen“.  Welch ein Frauenbild.

Es ist aber schon eine hervorragend günstige Konstellation, als Ehepaar eine gemeinsame Praxis zu führen. Nicht nur in der Praxis kann man sich ergänzen, auch für die Kinder kann „Mann“ sich Zeit nehmen. Lediglich beim Stillen konnte ich nicht mithalten und das hat meiner Frau 6 Monate Praxispause verschafft. Meine jeweils 3 Monate Erziehungszeit haben meine beiden Kinder gut genutzt – mich zu erziehen.

Dienstag, 23. März 2010

Mimolette

Den Vormittag habe ich erst im Büro verbracht, gegen 11 Uhr bin ich dann in die Praxis gefahren, die Kammer kommt heute auch ohne mich aus (das hatte ich aber durch einen Anruf abgeklärt). Erst die Praxispost bearbeiten, dann wartet ein Vertreter (oder heißt das Pharmareferent). Das Update, das ich gestern Abend eingespielt habe, hatte niemand bemerkt – es scheint problemlos zu laufen. So kurz vor einer Quartalsabrechnung liebe ich das eigentlich nicht. Anschließend erzählen die ersten Patienten vom Mittagessen auf der Terrasse – schon etwas gemein. Am Nachmittag sehe ich einige Patienten meiner Frau, unter anderem auch 2 Einproben, die aber sehr gut laufen und auch der verlagerte 8er leistet wenig Widerstand.

Als ich um 20 Uhr zuhause bin, gibt es ein gemeinsames Abendessen. Den letzten Rest des Mimolette muss ich leider teilen. Es ist wohl der zweitbeste Käse nach einem reifen Sainte−Maure−de−Tourraine.

Montag, 22. März 2010

unerträglich?

Wie lange kann man Unerträgliches aushalten? Unerträgliche Schmerzen wenige Stunden?  Und dann? Eine Steigerung von „unerträglich“ gibt es nicht. Etwas darunter? Schwer erträglich – ja es ist  schwer, aber man erträgt es. Wie lange halten Sie Unerträgliches aus? Das wissen Sie nicht, weil sie es noch nicht erlebt haben? Falsch! Schon mehr als 4 Jahre haben Sie unerträgliche Verhältnisse ausgehalten – und es nicht gemerkt?

Heute haben „Mitbewerber“ bei der Kammerwahl ihre Internetdarstellung erweitert und wollen gewählt werden, um „endlich die unerträglichen ‚niedersächsischen Verhältnisse‘ zu beenden.“ War es wirklich so schlimm in den letzten Jahren? Warum haben wir das nicht gemerkt? Sie nicht, ich nicht? Warum haben sie nichts davon auf der Kammerversammlung gesagt? Warum haben wir für unsere Arbeit so viel Zuspruch und Lob von den Kolleginnen und Kollegen bekommen?

Oder ist es einfach nur unerträglich zusehen zu müssen, wie andere es besser machen? Miteinander reden zu können, selbst wenn man unterschiedlicher Meinung ist? Den anderen zuerst als Kollegen und nicht als politischen Feind  zu betrachten? Zu integrieren wo andere spalten?

Positive Selbstdarstellung ist okay. Eine Schmutzkampagne nicht.

Nach der Wahl wird es weitergehen müssen. Wenn man es wirklich ernst meint mit der Einheit des Berufsstandes, gibt es Grenzen des Anstandes und die müssen nicht mit den rechtlichen Grenzen übereinstimmen.

Was bin ich für ein unerträglicher Mensch?!?

Freitag, 19. März 2010

Darf man lügen?

Der nächste Brief der Mitbewerber zum Wahlkampf kommt heute in die Praxis. Nun darf man nicht zimperlich sein, wenn man sich in den Vordergrund begibt, aber viele Formulierungen sind nicht nur übertrieben oder einseitig, sondern schlichtweg und nachweisbar falsch.

Ein Beispiel: „immens angewachsene Haushaltsausgaben“.

Die Fakten: Von 2003 auf 2004 sind die Ausgaben in der Tat stark angestiegen, aber da war man selbst in der Kammer verantwortlich. 2005 geringe Senkung, auch weil 2 Vorstandsmitglieder hauptamtlich in die KZVN wechselten. Danach blieben die Ausgaben konstant, trotz z.B. fehlender Einnahmen für die Azubis, steigender Tariflöhne, gestiegener Mehrwertsteuer, höherer Beiträge zur BZÄK,  erhöhter Aufwendungen für die Information und Betreuung der Praxen bei Praxisbegehungen und vieler Leistungen für die Kollegenschaft mehr.

Wo bitte sind die angewachsenen Haushaltsausgaben? Wo bleibt die Ehrlichkeit?